Agenda

Requirements Engineering

Die ersten Speaker stehen bereits fest:

Die Einführung von KI und Large Language Models (LLMs) im Requirements Engineering (RE) eröffnet bisher ungeahnte Effizienzsteigerungen durch Automatisierung mühsamer Aufgaben wie der Überprüfung von Verlinkungen, der sprachlichen Verfeinerung von Anforderungen, der Erkennung von Duplikaten und dem Erstellen von Zusammenfassungen. Dieses „schwere Heben“ entlastet die Mitarbeitenden von monotonen Aufgaben und senkt zugleich die Einstiegshürden, wodurch RE zugänglicher und effizienter wird als je zuvor. Doch trotz dieser Fortschritte besteht die Gefahr, den Kern des erfolgreichen Requirements Engineerings zu untergraben: den kollaborativen Prozess, in dem ein gemeinsames Verständnis zwischen den Stakeholdern entsteht. RE ist keineswegs nur eine reine Dokumentationspflicht oder das Produzieren eines glatten Dokuments. Vielmehr ist es ein Teamsport, der von sinnvollen Diskussionen, Verhandlungen und manchmal auch konstruktiven Konflikten lebt, um unterschiedliche Perspektiven aufeinander abzustimmen. Der Vortrag beleuchtet die Risiken einer Überautomatisierung des RE durch KI und plädiert für einen ausgewogenen Umgang. KI sollte als Werkzeug verstanden werden, das repetitive und lästige Aufgaben übernimmt und so den Menschen Freiraum für jene wichtigen Gespräche schafft, die Ziele und Erwartungen gemeinsam klären. KI ersetzt den Dialog nicht, sondern unterstützt ihn dabei, Teams zusammenzubringen, um zu hinterfragen, abzustimmen und zu verstehen, was wirklich zählt. Die Teilnehmenden erhalten praktische Anregungen, wie KI sinnvoll integriert werden kann, ohne die menschzentrierte Arbeitsweise im RE zu gefährden. Diese Perspektive ist entscheidend, um das Potenzial von KI nachhaltig zu nutzen, ohne den eigentlichen Geist des Requirements Engineerings zu verlieren

Christian Bock
ZIEHL-ABEGG SE

Swenja Awisus
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